Tag 8 - Montag, 30. Mai 2022: von Mzechta zur Höhlenstadt Uplisziche und weiter nach Gori, der Geburtsstadt von Stalin
Heute war es sehr heiß: etwas über 30 Grad.
Die Strecke war wieder sehr schön: durch hügelige Landschaften, teilweise am Fluss entlang, teilweise auch weiter oben mit Ausblick, auf einer Straße, die den größten Teil neu, aber auch ein ganzes Stück ungeteert war.
Wunderbar waren die Mohnfelder am Wegesrand, neben dem roten Mohn noch durchsetzt mit blauen und gelben Blumen. Eine wahre Pracht dieses Farbenspiel!
Zwei Zeile hatte ich heute: die Höhlenstadt Uplisziche und Stalins Geburtsstadt Gori, in der ich auch übernachte.
Uplisziche ist sehr interessant: eine Höhlenstadt, die schon im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde und über viele Jahrhunderte als ein Posten auf einer wichtigen Handelsroute bewohnt und erhalten blieb. Mit Weinkellern, Wasserversorgung und allem was man braucht!
Und in Gori dann das Stalinmuseum - quasi der einzigen Attraktion, die die Geburtsstadt von Stalin hat.
Ein kurioses bzw. absurdes Museum, das 1957 eröffnet wurde und quasi noch unverändert so erhalten wurde. Vor allem Bilder von Stalin: aus seiner Jugend, mit Lenin, im Zentralkommittee, Stalin bei der Beguachtung eine Mähdreschers, Stalin mit einem Traktor... Alles eher inhaltsleer. Aber keinerlei Aufarbeitung der Greueltaten, bis auf einen kleinen Nebenraum.
Offenbar weiß man immer noch nicht so recht, was man mit dem Museum anfangen soll. Die Hauptattration von Gori wegnehmen geht nicht. Im Reiseführer steht, dass zur Diskussion steht, ob man das Museum so belässt, aber parallel dazu eine zweite Ausstellung macht, die das Ganze relativiert. Nötig wäre es...

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