Mal ein paar Worte zum Autofahren in Georgien

 

Heute war das gesamte Spektrum dabei: es gibt Straßenabschnitte die sind in einem super Zustand - alles picobello, andere sind in einem schlechteren Zustand, aber noch gut befahrbar. Wieder andere haben teils sehr große und unverhofft auftretende Schlaglöcher und zu guter letzt gibt es auch Straßen, die ungeteert sind, wie das Bild oben. Das ist dann ungefähr so, wie als würde man auf Eisenbahnschotter fahren: der Boden hier ist immer total hart - jedes Schlagloch nimmt man erbarmungslos mit und die Steine fliegen durch die Gegend. 

Auf dem Bild oben tue ich es den georgischen Autofahrern gleich und fahre da, wo am wenigsten Schlaglöcher sind, also hier links. 

Interessanterweise werden Passagen auch erneuert - aber immer nur mal ein Stück davon, zum Beispiel einen Kilometer. Das folgende Bild zeigt die gleiche Landstraße - nur eben ein paar Kilometer weiter.


Hier ein Bild von der (guten!) Landstraße, einer Art Bundesstraße heute morgen.


Von Tieren auf der Straße hatte ich ja schon ein paar Bilder gepostet. Ich habe bisher jeden Tag mehrfach Tiere auf der Straße gehabt.

Sehr oft sind es Kühe, mal ein paar Schafe, mal eine Schafherde mit einem Schäfer, heute auch mal ein Schwein.


Am gefährlichsten sind aus meiner Sicht die Kühe, weil sie oftmals unvermittelt loslaufen und dann einfach von rechts nach links laufen, ohne sich darum zu scheren, dass gerade ein Auto kommt. Schafe bleiben meist im Pulg zusammen und sind besser abschätzbar. 

Ach ja: und Hunde gibt es ja auch noch. In jedem Ort sind zahlreiche Hunde unterwegs, aber Hunde sind offenbar so intelligent, dass sie wissen, dass ein Auto eine Gefahr für sie darstellt, und bleiben fast immer am Straßenrand. 

Und die georgischen Autofahrer? - im großen und Ganzen finde ich es halb so wild. 

Erst mal ist ja Georgien dünn besiedelt: auf den meisten Straßen war ich eher allein unterwegs. Das Besondere ist tatsächlich: sie wollen immer und jederzeit überholen. 

Das kündigt sich dann immer so an, dass sie sehr dicht auffahren und an deinem linken Rücklicht hängen. Für mich bedeutet das: möglichst rechts fahren und ihn vorbeilassen. Das klappt auch mittlerweile sehr gut. 

Ansonsten fahren die georgischen Autofahrer eigentlich recht zivil: weder besonders schnell, noch besonders aggresiv, und bekanden sich auch, wenn man sie vorlässt. Also eigentlich alles okay. 

Ach ja: und Polizei sieht man sehr, sehr häufig. Meist relaxed im Polizeiauto am Straßenrand und auf dem Handy tippend. Auch Polizeistationen gibt es sehr häufig. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht eine Polizeistation und mehrere Polizeiautos sehe. Ich vermute mal einfach: es gibt hier noch zu viele Staatsbedienstete...






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