Tag 4 - Donnerstag, 26. Mai 2022: durch die Weinebene von Sighnaghi nach Telavi
Das ist wohl das Bild des Tages: das kleine Mädchen, dass die Europafahne hochält.
Heute war Nationalfeiertag "Tag der Unabhängigkeit". Die Botschaft könnte eindeutiger nicht sein: Georgien tendiert zu Europa und will vom Agressor im Norden nichts wissen.
Überall hängen Ukraine-Flaggen als Solidaritätsbekundung. Russlandfahnen sieht man keine einzige. Am Nationalfeiertag gab es die georgische Flagge immer zusammen mit der Europaflagge zu sehen.
Ich bin Telavi, eine Provinzhauptstadt in der Weinebene um am Fuße des Kaukasus. Ich wiederhole mich, aber es geht nicht anders: auch heute war ein sehr schöner Tag. Die Fahrt ging durch zahllose Weinanbaugebiete, unterbrochen immer wieder mal durch den Besuch einer Klosterkirche.
Die andere Bauweise der Kirchen erinnert einem daran, dass man nicht in Italien ist. Ach ja: und die Orte sind meist nicht so herausgeputzt: die Spuren des Kommunismus sind immer noch vorhanden.
Mein heutiges Zimmer ist total witzig: ein uraltes Haus, fast noch in dem Zustand wie vor hundert Jahren, mit alten Bildern, alten Möbel und einem der typischen georgischen Holzbalkone, von dem ich in den grünen, überwucherten Nachbargarten schauen kann. Das ist schon jetzt ein Favorit, was die Übernachtungen betrifft.
Wieder war ich der Einzige in diesem Hotel.



Kommentare
Kommentar veröffentlichen