Tag 1 - Montag, 23.05.2022: Von Frankfurt nach Tiflis
So. Ich bin in Tiflis.
Die Reise hierher war jetzt schon mal ein Abenteuer für sich. Besonders der letzte Teil.
Aber der Reihe nach.
Heute morgen bin ich kurz nach drei aufgestanden, um dann mit dem Airliner um halb fünf zum Flughafen zu fahren. Um 07.15 Uhr ging dann mein Flug mit Turkish Airlines nach Istanbul und dann weiter nach Tiflis.
Am Flughafen war zu dieser Zeit noch nichts los. Gähnende Leere. Der Security-Check ging ratz-fatz.
Flugmäßig hat soweit alles geklappt. Mein erster Flug mit Turkish Airlines. Die erste Maschine war so zu 80 % ausgebucht und die zweite dann voll besetzt. Aber das war mir egal, denn ich hatte mir einen freien Sitzplatz hinzugebucht, so dass neben mir immer ein Platz frei war. Sehr angenehm.
Irgendwann kam dann der Anflug auf Tiflis. Es war schon die ganze Zeit über dem schwarzen Meer alles voller Wolken. Nichts zu sehen.
Irgendwann setzte der Kapitän dann zum Landeanflug an. Nur Wolken zu sehen und es gab auch einiges an Turbulenzen.
Als wir dann so auf 2.000 m Höhe waren, war dann Georgien zu sehen: alles total grün. Wie in Irland. Am Himmel waren düstere Wolkenformationen. Als wir dann auf etwa 1.500 m waren, sah ich zwei Blitze in nicht allzuweiter Entfernung. Der Kapitän entschied sich dann zum Durchstarten anstatt zum Landen: wir stiegen wieder bis auf ungefähr 4.500 m und flogen nochmal eine Runde von ca. einer halben Stunde. Beim zweiten Versuch hat es dann geklappt und wir sind sicher gelandet. Ich war dann aber nun mehr als eine Dreiviertelstunde zu spät.
Am Ausgang war ich ja mit dem Mitarbeiter der Mietwagenfirma verabredet, um meinen Mietwagen entgegen zu nehmen - dieser war jedoch nicht (mehr) da...
Ich überall herumgeguckt und ständig von Taxifahrerern genervt, die mir ihre Dienste anbieten wollten: keiner da.
Also hab ich erst mal georgisches Geld abgehoben und eine georgische SIM-Karte gekauft. Und als ich dann online war, habe ich gesehen, dass er versucht hat, mich per WhatsApp zu kontaktieren. Schließlich haben wir uns dann doch getroffen und ich konnte meinen Ford Fiesta entgegen nehmen.
Es ist soweit alles okay - allerdings hat er keinen Heckscheibenwischer. Und es hat auch einige Zeit gedauert, bis die heizbare Heckscheibe endlich angesprungen ist. Angesichts dessen, dass es ziemlich geregnet hat, innen alles angelaufen ist und ich auf dem Parkplatz rückwärts fahren musste, war das schon eine ziemliche Herausforderung.
Dann in die Stadt: ca. 15 km. Die ersten km gingen ganz gut. Breite Kraftfahrtstraße. Das Auto fährt sich ganz gut, an den georgischen Verkehr muss man sich halt gewöhnen.
Dann kam ich in die Innenstadt. Es gibt - wie Google zeigt - anscheinend im Moment einige Straßensperrungen. Deshalb ist überall wahnsinnig viel Verkehr und es ist ziemlich eng. Teilweise hat auch noch die Polizei den Verkehr geregelt.
Ich musste unbedingt auf die andere Seite des Flusses, wo mein Hotel lag, aber Frau Google hat mich immer wieder zu einer Stelle hingelotst, wo es dann nicht weiterging. Google Maps ist halt nur so gut, wie das zugrunde liegende Kartenmaterial.
Ich habe dann innerhalb kürzester Zeit meine ersten Lektionen in
- fahren in georgischen Kreisverkehren
- fahren in Straßen, die so eng sind und aussehen wie Einbahnstraßen, aber keine sind,
- fahren mit fünf Autos auf drei Spruren, und
- abbiegen auf großen Kreuzungen ohne Ampeln
- fahren in georgischen Kreisverkehren
- fahren in Straßen, die so eng sind und aussehen wie Einbahnstraßen, aber keine sind,
- fahren mit fünf Autos auf drei Spruren, und
- abbiegen auf großen Kreuzungen ohne Ampeln
gelernt.
Wichtigste Regel: Ruhe bewahren!
Gegen halb acht hiesiger Zeit bin ich dann Wohlbehalten im Hotel angekommen. Es gab kann einen Weißwein mit ein paar getrockneten Früchten als Welcome-Drink!
Vom Wetter her ist hier Herbst: es stürmt die ganze Zeit und es regnet immer mal wieder. Mal sehen, was morgen bringt.
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