Die Servicementalität der Georgier ist unter aller Sau.

Oh, was hat das mich heute Morgen angekotzt. Die Servicementalität der Georgier ist unter aller Sau.

Doch der Reihe nach. Ich hab erst mal schlecht geschlafen. Die ganze Nacht war Hundegebrüll und die Prolls mit ihren aufgemotzten Sportwagen haben die ganze Nacht nichts Besseres zu tun gehabt, als die Motoren aufheulen zu lassen. In den Hochhausschluchten von Batumi und ohne die Lärmbestimmungen der EU macht sich das ja besonders gut. Zum Kotzen. Was finden diese Typen nur daran? 

Ich dann die Sachen gepackt und mit dem Mietwagen zum Flughafen gefahren. Dort hat mich dann der Vertreter der georgischen Mietwagenfirma erwartet. Ich hatte ein bisschen Bammel, dass er ein paar Steinschläge entdeckt, die während meiner Zeit hinzugekommen sind. Aber andererseits hatte das Auto schon 75.000 km und war keineswegs mehr unbefleckt. Aber zum Glück ging alles gut und er hat das Auto so zurückgenommen.

Dann in das Flughafengebäude. Hier hat man mal wieder gesehen, dass es in Georgien überall viel zu viel Personal gibt - im Vergleich zu der Arbeit, die eigentlich zu tun ist. Heißt also: überall sitzen Leute rum, die nichts zu tun haben, genüßlich vor sich hingähnen, auf dem Stuhl räkeln, dass man bald Angst haben muss, dass sie runterfallen, oder natürlich in ihr Handy starren. 

Und wenn man dann was von ihnen will, stört man sie in ihrer Langeweile und wird mürrisch angemacht. Wie schon mal gesagt: ein "Guten Tag", "Hallo", "Danke" oder "Auf Wiedersehen" sind vollkommen unbekannt. Man könnte so schön schlafen, wenn bloß die Kunden nicht wären.

Die Krönung war am Check-in: an der Theke, die wie üblich zwei Schalter hat, saßen vier Damen, von denen aber nur eine gearbeitet hat. Sie unterhielten sich die ganze Zeit oder schauten Löcher in die Luft. Auf die Idee, den zweiten Schalter zu öffnen, kam leider niemand.

Weiter ging es bei der Bordkartenkontrolle: ein extrem unmotivierter Typ hat lustlos und ohne einen Blick oder ein Wort Kaugummi-kauend meine Bordkarte kontrolliert. 

Dann an der Security. Ca. 12 Leute, aber nur ein Schalter offen. Ich hab alles vorschriftsmäßig abgelegt und die Anzeige zeigte auch grün - trotzdem wurde ich nochmal kontrolliert. Das war dann auch nochmal skurril: ich wurde von zwei Herren in ein Extrazimmer geführt, sollte aber mein Laptop und mein rausgenommenes Laptop einfach so liegenlassen - was ich dann auch nur unter Protest tat. Die Herren von der Security haben mir dann aber auch noch gezeigt, wer hier das sagen hat. Und die von der Passkontrolle auch, die einfach mal fünf Minuten in der Gegend herumgeguckt hat, während ich vor ihr stand, und nichts gemacht hat.

Und zu guter Letzt musste ich ja noch mein Geld zurücktauschen. Erstmal haben die Büros erst "irgendwann aufgemacht", obwohl schon zig Leute nach einer Geldwechselmöglichkeit gesucht haben.

Dann stand bei jedem Wechselbüro auch der Kurs für Euro an, aber auf Nachfrage hat er nur "nix Euro - nur Türkisch Lira" von sich gegeben. 

Nach dem Security-Check gab es dann nochmal ein Wechselbüro von einer großen georgischen Bank. Ich zu ihr hin und gefragt, ob sie mein Geld in Euro wechseln könne und was der Kurs sei. Sie nur: give it to me - ich solle ihr das Geld geben.

Sie mir dann gesagt: 121 würde ich beko men. Ich: "okay" und irgendwas auf Georgisch unterschrieben. Und dann zählt sie mir auf einmal Dollar vor! Ich protestiert und gesagt, dass ich Euro. Sie aber kaum ein Wort verstanden. Man muss ja an so einer Stelle auch nicht unbedingt Englisch sprechen...

Schließlich hab ich die Dollar genommen. Und nun sitz ich endlich im Flieger. So war also mein Abschied von Georgien.

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